
WIE WIRD IHRE STADT ZUR CLIMATE SMART CITY?
Wie deutsche Städte sich mit datenbasierten Ansätzen gegen Krisen wappnen.
Städte in Deutschland sehen sich mit einer Vielzahl von Krisen konfrontiert. Dazu gehören u. a. Extremwetterereignisse infolge der Klimakrise, Blackouts, Gas- oder Energiekrisen oder auch Cyberangriffe. Ein Konzept, das ganzheitlich auf all diese Herausforderungen reagiert und Lösungen dafür bereithält, ist das der Climate Smart City.
„Eine Climate Smart City integriert fortschrittliche Technologien und setzt auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Bewältigung von Klimakrisen sowie zur Förderung einer nachhaltigen, resilienten und damit zukunftsfähigen Stadtentwicklung“, erklärt Dr. Lucía Wright von Haselhorst Associates. Gemeinsam mit dem LOEWE-Zentrum emergenCITY der Universitäten Kassel, Marburg und der TU Darmstadt hat das Beratungsunternehmen im Rahmen eines Praxisdossiers untersucht, inwieweit das datenbasierte Krisenmanagement als Teil einer Climate Smart City in deutschen Städten bereits verbreitet ist und welche Handlungsempfehlungen sich daraus für kommunale Akteure ableiten lassen.
Die Auswahl der Städte basiert auf dem Haselhorst Smart-City-Ranking, das jährlich die digitale und nachhaltige Entwicklung in über 400 der größten Städte Deutschlands erfasst. Insgesamt wurden 43 Städte untersucht und dort 90 Initiativen identifiziert, die Daten und Technologien im Krisenmanagement und Katastrophenschutz einsetzen. 24 dieser Städte (56 Prozent) haben das datengetriebene Krisenmanagement explizit in ihre Smart-City- oder Digitalisierungsstrategien integriert, 14 (32 Prozent) zeigen vereinzelte Initiativen, fünf (12 Prozent) gar keine. Am häufigsten adressieren die Initiativen Hochwasser (25), Starkregen (21) und Hitze (17).
GANZHEITLICHEN RAHMEN FÜR DEN UMGANG MIT DATEN SCHAFFEN
Das datenbasierte Krisenmanagement birgt ein großes Potenzial, das es bei der Entwicklung hin zu Climate Smart Cities auszuschöpfen gilt. „Die Verankerung der Initiativen in Form von strategischen Ansätzen fördert die systematische und nachhaltige Berücksichtigung von Krisenmanagement und Katastrophenschutz in der städtischen Planung“, erklärt Lucía Wright und ergänzt: „Um sicherzustellen, dass integrierte und vernetzte Lösungen entstehen, sollten solche Projekte nicht isoliert entwickelt und umgesetzt, sondern als Teil eines koordinierten Gesamtansatzes betrachtet werden. Krisenmanagement ist ein komplexes Feld, das strategisch, nachhaltig und interdisziplinär behandelt werden muss.“
Für den langfristigen Erfolg eines datenbasierten Krisenmanagements sei unter anderem die Erarbeitung einer ganzheitlichen Datenstrategie notwendig. Diese übernimmt die Rolle eines Leitfadens für die Nutzung städtischer Daten, indem sie ein Regelwerk für Datenerfassung, -verarbeitung, -pflege und -analyse definiert. „Eine solche Datenstrategie dient als ganzheitlicher Rahmen, der technische, ethische, rechtliche und qualitative Standards festlegt, um eine verantwortungsvolle und effektive Nutzung städtischer Daten zu ermöglichen“, sagt Lucía Wright.
Das erwartet Sie im Praxisdossier
- Sozialräumliche Dimensionen von Krisen und Vulnerabilitäten, mit Auswirkungen auf Krisenkommunikation
- Die Relevanz städtischer Daten im Krisenmanagement
- Konzept und Merkmale einer Climate Smart City
- Einblicke in datenbasiertes Krisenmanagement in deutschen Städten
- Initiativen im Krisenmanagement und innovative Ansätze zur Stärkung der Krisenkommunikation
- Schlüsselfaktoren für die Gestaltung resilienter Städte mit Handlungsempfehlungen für kommunale Akteure


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Dr. Lucia Wright



