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07.04.2026 | Studie

Geopolitische Spannungen und ihre Auswirkungen auf Industrieunternehmen

Industrieunternehmen sehen sich mit einer neuen Realität konfrontiert, die von geopolitischen Spannungen geprägt ist. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Verschiebung: Während Störungen in der Lieferkette nach wie vor eine Rolle spielen, liegt die größte Herausforderung mittlerweile im anhaltenden Kostendruck, der zunehmenden Unsicherheit und der begrenzten organisatorischen Vorbereitung.

Branchenübergreifend verzeichnen Unternehmen bereits erhebliche Steigerungen bei den Beschaffungs-, Logistik- und Energiekosten oder rechnen damit, was sich direkt auf die Margen auswirkt. Gleichzeitig haben viele Unternehmen Schwierigkeiten, die finanziellen Auswirkungen in vollem Umfang zu quantifizieren, was einen Mangel an Transparenz und vorausschauender Sichtbarkeit deutlich macht.

Infolgedessen reagieren die meisten Unternehmen mit defensiven Maßnahmen wie Kostensenkungsprogrammen und Preisanpassungen, während strukturellere Transformationen – wie die Neugestaltung der Lieferkette oder eine strategische Neupositionierung – noch in der Entwicklung sind. Trotz eines hohen Bewusstseins für geopolitische Risiken hält sich die Mehrheit der Unternehmen nur als teilweise vorbereitet, was eine deutliche Kluft zwischen Risikowahrnehmung und Umsetzungsfähigkeit offenbart.

Wichtige Erkentnisse

  • Der Kostendruck ist die dominierende Kraft
    Steigende Beschaffungs-, Logistik- und Energiekosten betreffen fast alle Unternehmen und entwickeln sich zu einer strukturellen Herausforderung.

  • Unsicherheit schränkt die Entscheidungsfindung ein
    Ein erheblicher Anteil der Unternehmen kann die finanziellen Auswirkungen noch nicht quantifizieren, was auf eine schwache Vorhersehbarkeit und Planungsfähigkeit hindeutet.

  • Der Margendruck ist real, aber ungleichmäßig verteilt
    Die meisten Unternehmen erwarten einen moderaten Rückgang des EBITDA, während einige einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt sind.

  • Unternehmen reagieren defensiv
    Der Fokus liegt auf Kostensenkung und Preisgestaltung statt auf proaktiver Transformation.

  • Die Vorbereitung ist nach wie vor unzureichend
    Die Mehrheit der Unternehmen ist nur teilweise vorbereitet, was eine deutliche Lücke in der Widerstandsfähigkeit offenbart.

Die Umfrage verdeutlicht einen entscheidenden Wendepunkt: Geopolitische Spannungen sind nicht mehr nur vorübergehende Störungen, sondern ein dauerhafter Faktor, der die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie prägt.

Unternehmen, die über ein reaktives Kostenmanagement hinausgehen und stattdessen auf proaktive Widerstandsfähigkeit, Transparenz und strukturelle Anpassungen setzen, werden besser aufgestellt sein, um sich in diesem Umfeld zurechtzufinden und sich gegenüber der Konkurrenz durchzusetzen.

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Dominik Steffani

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