↗ Sprechen Sie mit uns
Luftfahrt
Lieferketten Management
Operational Resilience
05.08.2026 | Pulse Check

Luftfahrt & Verteidigung Pulse Check Q2/2026

Der Verteidigungsboom ist in den Auftragsbüchern angekommen. Unsere Befragung Q2/2026 zeigt, wie Zulieferer den Hochlauf skalieren und Wachstum in Profitabilität übersetzen.

Im Rahmen der „H&Z Aerospace & Defence Pulse Check“-Umfrage für das zweite Quartal 2026 wurden zwischen dem 27. Mai und dem 3. Juni 2026 85 Branchenführer befragt, von denen drei Viertel in der Geschäftsleitung oder im Top-Management tätig sind. Die Umfrage verzeichnet den höchsten Zuversichtsgrad seit Beginn der Erhebung und zeigt, dass die Branche ihren Fokus zunehmend von Wachstum auf Industrialisierung und den Ausbau des operativen Geschäfts verlagert.

Treiber sind die hohen Verteidigungsausgaben, und die stehen längst nicht mehr nur in Strategiepapieren. Sie zeigen sich in Auftragsbüchern, im Umsatz und in Kundenbeziehungen, die es vor zwei Jahren noch nicht gab. Gleichzeitig drängen Zulieferer aus der Automobilindustrie und aus anderen angrenzenden Branchen in den Markt.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie H&Z Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrt sowie der Verteidigungsindustrie unterstützt, sehen Sie sich unseren Branchenkompetenz an.

Kernergebnisse

DER VERTEIDIGUNGS-BOOM IN DREI ZAHLEN

Verteidigungsausgaben sind keine Prognose mehr. Bei den teilnehmenden Unternehmen sind sie im Auftragsbuch, im Umsatz und im Kundenstamm angekommen.
Zum Pulse Check
78%
berichten von einem höheren Auftragseingang
67%
haben bereits zusätzlichen Umsatz realisiert
54%
gewinnen Kunden außerhalb ihres angestammten Kundenstamms

DEN VOLLSTÄNDIGEN PULSE CHECK LUFTFAHRT & VERTEIDIGUNG Q2/2026 LESEN

Blättern Sie durch die ersten Seiten und sehen Sie das Stimmungsbarometer sowie die Kernergebnisse. Nach einmaliger Registrierung lesen Sie die vollständige Ausgabe inklusive Teilnehmerprofil und Stimmungsverlauf über mehrere Erhebungswellen.

VIER PRIORITÄTEN FÜR DIE NÄCHSTE WACHSTUMSPHASE

Die strategische Agenda ist schmaler geworden. Die Teilnehmenden nennen vier Prioritäten, und alle vier beschreiben dieselbe Aufgabe: einen Nachfrageschub in ein industrielles System zu übersetzen, das trägt.

Nachhaltiges und kontrolliertes Wachstum

Wachstum ist verfügbar. Der Engpass liegt in der Fähigkeit, es aufzunehmen, ohne Liefertreue oder Margendisziplin zu verlieren.

Ausbau des Verteidigungsgeschäfts

Unternehmen mit zivilem Luftfahrtkern bauen ihr Verteidigungsgeschäft auf oder aus. Das verändert Qualifizierungsanforderungen, Vertragslogik und Compliance-Pflichten.

Industrialisierung und Produktionshochlauf

Kapazität, Personal und Prozesse müssen gemeinsam skalieren. Hier trifft die Branche auf die klassischen Industrialisierungsfragen, die die Automobilindustrie vor zwei Jahrzehnten beantwortet hat.

Langfristige Profitabilität

Auftragseingang ist nicht dasselbe wie Ergebnisqualität. Profitabilität über den gesamten Hochlauf zu sichern ist die Prüfung der kommenden drei Jahre.

Diese vier Prioritäten sind operativ, nicht strategische Neuausrichtung. Damit entscheidet die Umsetzungsgeschwindigkeit.

NEUE MARKTTEILNEHMER: WETTBEWERBER ODER FÄHIGKEIT?

Tier-1- und Tier-2-Zulieferer aus der Automobilindustrie sowie Unternehmen aus anderen angrenzenden Branchen treten in den Verteidigungsmarkt ein. Die Branche hat genau hingesehen und kommt zu einem differenzierten Urteil.

83%sehen weiterhin erhebliche Markteintrittsbarrieren

72%sehen Wert in der Automobilkompetenz bei Industrialisierung und Prozessexzellenz

56%betrachten neue Marktteilnehmer nicht als direkte Wettbewerber

44%halten Automobil-Know-how für hilfreich bei den aktuellen Hochlaufproblemen

Das Bild ist in sich stimmig. Qualifizierungszyklen, Zertifizierungsanforderungen und Programmlaufzeiten in Luftfahrt und Verteidigung schützen die Position der etablierten Anbieter weiterhin. Was die Branche in den Neueinsteigern sieht, ist eine Fähigkeit, die sie braucht: Serienproduktionsdisziplin, Prozessgestaltung und skalierbare Abläufe. Wo die Automobilindustrie Jahrzehnte mit Industrialisierung verbracht hat, steht die Luftfahrtindustrie erst jetzt vor vergleichbaren Stückzahlen.

Das verschiebt die Fragestellung. Zu entscheiden ist nicht, wie man neue Marktteilnehmer draußen hält, sondern welche Teile ihres Betriebsmodells man übernimmt.

VON DER WACHSTUMSPHASE IN DIE SKALIERUNGSPHASE

Die dominierende operative Herausforderung dieser Ausgabe ist die Skalierung des Geschäfts selbst:

  • schnelles Wachstum steuern, ohne die Kontrolle zu verlieren,
  • Liefertreue auch bei höheren Stückzahlen sichern,
  • Produktionskapazität im Gleichschritt mit der Nachfrage ausbauen und
  • Personal und Prozesse entsprechend mitskalieren.

Keines dieser Themen ist ein Nachfrageproblem. Alle sind Umsetzungsprobleme, und sie treten gemeinsam auf.

Das ist die strukturelle Verschiebung, die die Ausgabe Q2/2026 festhält. 2024 erwartete die Branche Wachstum. 2026 muss sie es bewältigen. Wer in den kommenden drei Jahren vorn liegt, skaliert schneller, industrialisiert wirksamer und übersetzt Wachstum in dauerhafte Profitabilität. Damit rücken operative Exzellenz, Lieferkettenresilienz und ein disziplinierter Einkauf zurück ins Zentrum der Agenda.

SPRECHEN SIE MIT UNSEREN EXPERTEN

Stefan Aichbauer

Managing Director
Stefan Aichbauer

HÄUFIGE FRAGEN

DAS KÖNNTE SIE AUCH
INTERESSIEREN

Silhouette of a military reconnaissance drone flying above the sea at sunset with mountains in the background, defence visual | H&Z
Pulse Check
18.12.2025

Der H&Z Defence Pulse Check Q4/2025 zeigt: Europas Verteidigungsindustrie setzt auf Automatisierung, KI und stabile Investitionen.

US and European Union table flags with a commercial aircraft on the tarmac in the background | H&Z
Artikel
06.08.2025

Das EU-US Zero-for-Zero-Abkommen hebt Luftfahrtzölle auf und eröffnet Chancen für OEMs, Zulieferer und Kooperationen. H&Z berät zu Strategie, Innovation & Supply Chain.

United States and European Union flags displayed on a table against military vehicles, symbolizing defense procurement consulting and international negotiations
Artikel
01.08.2025

Das EU-US-Zollabkommen fördert Kooperationen und beschleunigt den Zugang zu kritischen Technologien für gemeinsame Sicherheitsprojekte.